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Spielkonsolen - der liebste Zeitvertreib

Nerds erkennt man auf der Straße nicht mehr so leicht wie früher, doch an ihren Zimmern sind sie einwandfrei zu identifizieren. Diese strotzen von Postern. Die Wände zeigen den geliebten Comichelden, in dessen Rolle man sich am liebsten beim Träumen hineinversetzt. Auch beliebt sind Poster, die bekannte Comicverfilmungen zeigen und daraus vorrangig die weiblichen Schauspielerinnen. Schließlich sind auch Nerds nur Jungs, die sich gerne was Schönes ansehen. Vorzugsweise im Catsuit oder mit einer Waffe in der Hand. Tomb Raider hat ja da genügend Material zum Träumen geliefert. Neben dem Wandschmuck schmücken Spielkonsolen aller Art den Boden.

Aus nostalgischen Gründen und weil früher einfach mal alles besser war wurde die erste PlayStation nie weggeworfen. Sie wird liebevoll einmal im Monat angeschlossen, um die alten Spiele zu spielen. Den Rest der Zeit muss sie jedoch den neueren Geräten den Vortritt lassen. Da liegen die größten Konkurrenten am Spielemarkt ruhig nebeneinander, ohne sich zu bekämpfen. Schließlich hat ja jede Konsole seine Vorteile und Spiele. Die Firma Nintendo ist manchen so heilig wie die Kirche, schließlich haben sie Super Mario und Pokémon auf den Markt gebracht und damit viele Spieler wochenlang beschäftigt. Schön für Spieler und Eltern, auch wenn manche sich wunderten, wie lange ihr Kind denn ruhig spielen kann, ohne merkwürdig zu werden. Heute sorgt Nintendo für Geselligkeit und Bewegung, denn die Wii ist das aktuelle Spielzeug der Firma. Ihr Controller verfügt über mehrere Sensoren, die eine besonders gute Interaktion mit dem Bildschirm ermöglichen und so viele Spiele möglich machen, für die man früher das Zimmer verlassen musste. Gut, dass dies heute nicht mehr so ist.

Die Xbox 360 lässt sich in den meisten Zimmern auch finden, obwohl sie die teuerste Spielkonsole der letzten Zeit ist. Doch dafür spart der Nerd gern einmal, denn viele gute Spiele sind nur für diese Konsole erhältlich. Außerdem gibt es die Kinect für die Xbox, die ebenfalls körperliche Interaktion mit dem Spiel ermöglicht. Wenn man alleine spielt bemerkt man auch Gott sei Dank nicht, wie merkwürdig man dabei eigentlich aussieht. Vorteil gegenüber der Wii: Hier funktioniert das Spielen ohne Controller, man hat beide Hände frei und kann herumhampeln. Die Entwickler bei Microsoft werden sicher viel Spaß gehabt haben, als sie dieses Spielzeug testeten. Die Leistung der Konsole ist wesentlich höher als die der Konkurrenten, welches eine bessere Grafik und ein schnelleres Spielen ermöglicht. Doch leider ist dieser Leistungspegel auch der Grund für mehrere Probleme, wie z. B. Überhitzung. Doch damit beschäftigt man sich und wird sicherlich beim nächsten Produkt alle Mängel behoben haben. Schließlich sind Nerds eine anspruchsvolle Kundengruppe, die auch gern selbst versucht, die Leistungen zu verbessern.

Neben dem Opa liegt auch der Enkel von Sony, die PlayStation 3. Von klein auf kann der Nerd also bei ein und demselben Produkt bleiben und muss sich nicht an eine andere Handhabung gewöhnen. Es wird es aber wahrscheinlich doch tun, denn er mag die geistige Herausforderung. Die physische ist ihm egal. Die einzigen Wettbewerbe, die es gilt zu gewinnen, geschehen online. Jede Konsole ist heute mit einem Netzwerk verbunden, damit die Nerds unter sich ihre Meister suchen können. Sollten sie doch soziale Kontakte haben, dann können sie mit diesen ihre Erfolge über Facebook teilen.